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Initiative weißer Hautkrebs

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Die Haut vergisst nie: Auch im Winter schützen und vorsorgen
19. Dezember 2008 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Die Haut ist mit zirka zwei Quadratmetern Oberfläche das größte Organ des menschlichen Körpers. Es schützt die inneren Organe vor äußeren Einflüssen: Sonne, Stöße aber auch Umweltgifte. Dadurch kommt der Haut eine besondere Schutzfunktion zu. Vor allem die ultravioletten Strahlen der Sonne hinterlassen bei jedem Menschen ihre Spuren auf der Haut. Je nach Hauttyp zeigen sich hier früher oder später erste Alterserscheinungen. Menschen mit hellem Hauttyp und blonden beziehungsweise roten Haaren sind der Sonne gegenüber weniger geschützt als dunklere Hauttypen mit braunem oder schwarzem Haar. Vor allem die oberen Hautschichten und sonnenexponierte Stellen wie Gesicht, Hals, Dekolleté aber auch Hände oder die Glatze werden beansprucht. Übrigens ist auch das Bräunen der Haut, das in europäischen Ländern als gesund und gut aussehend gilt, eine Abwehrreaktion der Haut, die sie schädigt. Die Folge von dauerhafter Sonnenexposition kann so genannter weißer Hautkrebs sein.

Weißer Hautkrebs – Erkrankung mit steigenden Zahlen
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 100.000 Menschen neu an weißem Hautkrebs. Experten schätzen, dass er künftig sogar bei jedem zweiten Deutschen auftritt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, ein Grund dafür liegt in der beruflich bedingt höheren Sonnenbelastung auf Baustellen oder in der Landwirtschaft. Darüber hinaus schützen sich Frauen intensiver vor Sonnenstrahlen, verwenden häufiger Sonnencremes und tragen beispielsweise Hüte. Männer hingegen vergessen schnell, ihre lichter werdende Kopfhaut oder Geheimratsecken vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Weißer Hautkrebs äußert sich im Frühstadium als kleine, oft nur wenige Millimeter große, rote, schuppige Hautstelle. Mit der Zeit können sich diese zu größeren Flecken entwickeln, die sich wie raues Sandpapier anfühlen.

Hautschutz das ganze Jahr – auch im Winter
Wer denkt, dass die Haut im Winter weniger gefährdet gegenüber Sonnenstrahlen ist als im Sommer, der irrt. Zwar sind die Sonnenstrahlen im Winter deutlich schwächer als im Sommer, doch werden sie beispielsweise durch Schnee reflektiert und somit intensiver. Auch im Gebirge, durch die Nähe zur Sonne, wird die Strahlung intensiviert. Daher gilt im Schnee oder beim Wandern in den Bergen: Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor sind auch im Winterurlaub unerlässlich. Denn schnell können Sonnenstrahlen im Gesicht, besonders auf der Nase, den Ohren oder Lippen, Verbrennungen auslösen. Bei einem Sonnenbrand versucht die geschädigte Haut, sich wieder selbst zu reparieren. Doch das gelingt nicht immer. Weißer Hautkrebs resultiert aus andauernder Sonnenbelastung der Haut. Die Entstehung dauert in der Regel mehrere Jahrzehnte, so dass überwiegend ältere Menschen davon betroffen sind. Doch durch Wintersportaktivitäten und verstärkte Reiseaktivität tritt weißer Hautkrebs zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf. Da die Haut keinen Sonnenstrahl vergisst, ist es wichtig, immer auf sie zu achten – bis ins hohe Alter.

Schutz und Vorsorge für jeden Hauttyp
Neben der Hautpflege ist auch die Vorsorge durch Früherkennung von Hautveränderungen wichtig. Die Haut sollte daher gut beobachtet werden. Je früher weißer als auch schwarzer Hautkrebs erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Durch eine Untersuchung beim Haus- oder Hautarzt können Vorstufen und Frühstadien von Hautkrebs festgestellt werden. Der Arzt führt ein so genanntes Hautkrebs-Screening durch: Dafür untersucht er die Haut von Kopf bis Fuß mit einer Lupe und starkem Licht. Seit 1. Juli 2008 ist die Untersuchung für Versicherte ab 35 Jahre alle zwei Jahre kostenlos. Dermatologen raten, diese Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung unbedingt zu nutzen. Werden Frühformen von weißem Hautkrebs rechtzeitig erkannt, reicht oft eine Behandlung mit einem Gel oder einer Creme aus.

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