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Messstation zeigt anschaulich die tatsächliche Belastung mit UV-Strahlen

22. Oktober 2019 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Die erste mitteldeutsche Station des deutschen UV-Messnetzes hat in Melpitz bei Torgau in Sachsen ihren Betrieb aufgenommen.  Ultraviolette (UV) Strahlung im Wellenlängenbereich von 100 bis 400 Nanometer (nm) ist der energiereichste Teil der solaren Einstrahlung. Sie kann nicht mit menschlichen Sinnesorganen wahrgenommen werden, ist aber die Ursache für starke Wirkungen auf die Haut wie Sonnenbrand und Hautkrebs. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Umweltparameter, da sie über photochemische Reaktionen eine wichtige Rolle bei chemischen Prozessen in der Atmosphäre spielt.

Informationen über die aktuelle Belastung durch ultravioletter Strahlung sind ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Hautkrebs. Obwohl der weltweite Ozonabbau in der Stratosphäre - bekannt als das Ozonloch - durch das Montreal-Abkommen vemindert wurde und sich die Ozonschicht langsam erholt, nimmt die Anzahl an Hautkrebserkrankungen in Deutschland weiterhin zu. "Dies zeigt, dass das Bewusstsein, dass sich jeder Einzelne eigenverantwortlich vor den Risiken schützen sollte, noch unzureichend ausgeprägt ist. Neben verstärkter Aufklärung bieten hier aktuelle Messwerte und Kurzfristvorhersagen der UV-Strahlungsbelastung der Bevölkerung die Möglichkeit, sich über diese Gefahr zu informieren und davor zu schützen", erklärt Dr. Hartwig Deneke, Leiter der TROPOS-Arbeitsgruppe "Satellitenfernerkundung". Außerdem könnte die Gefahr weiter zunehmen: Der Klimawandel beschert uns mehr sonnige und heiße Tage – und damit auch mehr gefährliche UV-Strahlung. Der Klimawandel wirkt sich in dreierlei Hinsicht auf die UV-Strahlung aus: Mehr sonnige Tage führen zu mehr Tagen mit hohen UV-Werten, im Frühjahr können je nach Wetterlage in der Atmosphäre sogenannte Mini-Ozonlöcher auftreten, die den UV-Index bereits Ende März auf beachtliche Werte ansteigen lassen können, und darüber hinaus erholt sich auch die Ozonschicht anscheinend nicht in dem Maße wie ursprünglich prognostiziert. Das bedeutet, dass die UV-Belastung für jeden Einzelnen steigen kann und damit auch das Risiko für ernsthafte Erkrankungen der Haut und der Augen.

Die Aufklärung der - über Risiken ist wichtiger Beitrag zum Schutz der Bevölkerung zu schützen. Daher informiert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) über die aktuelle UV-Belastung in Deutschland mit dem UV-Index. Dazu betreibt das BfS ein bundesweites UV-Messnetz gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Wetterdienst und weiteren Institutionen. Aktuell besteht dieses Messnetz aus derzeit 13 Stationen und soll um weitere ausgebaut werden. Dort wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die UV-Strahlung gemessen und von der Messnetzzentrale des BfS in Neuherberg bei München in den UV-Index übersetzt. Die aktuellen Messwerte und die Prognose sind auf den Webseiten des BfS abrufbar unter:
http://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/prognose/prognose_node.html

Mit weit mehr als 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs laut Techniker-Krankenkasse die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Mittlerweile geht jede dritte Krebsdiagnose darauf zurück - und die Betroffenen werden immer jünger. In den meisten Fällen handelt es sich um den sogenannten weißen Hautkrebs und dessen Vorstufen Frühform (aktinische Keratosen). Der Anstieg an Hautkrebserkrankungen ist ein Zeichen dafür, dass noch zu wenig auf Vorsorge geachtet wird. Zum Schutz vor UV-Strahlung gehört beispielsweise, starke - intensive Sonnenbestrahlung zunächst zu meiden, geeignete Kleidung mit hohem Lichtschutzfaktor zu tragen und sich mit Sonnenmilch - Lichtschutzprodukten mit hohem Lichtschutzfaktor einzucremen. Neben dem individuellen Schutz spielen aber auch die Rahmenbedingungen in Gemeinschaftseinrichtungen eine Rolle. Das BfS setzt sich deshalb gemeinsam mit weiteren Partnern im UV-Schutz-Bündnis dafür ein, dass auf schattige Flächen bei der Planung von Kindergärten und Schulen, aber auch Sportstätten, öffentlichen Räumen und Arbeitsplätzen geachtet wird, die ausreichend Schutz vor UV-Strahlung bieten.

Quelle: Pressemeldung Leibnitz-Institut für Troposphärenforschung e.V.

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